F.A.Q.

Auf dieser Seite beantworten wir einige grundlegenden Fragen:

Was ist das Besondere am Luftsport?

Luftsportarten, wie das Segelfliegen stellen „eine ständige Herausforderung an Körper und Geist, an Technik und Können, an Sportgeist und Charakter“ dar. „Zuverlässigkeit der Technik und das Verantwortungsbewusstsein aller am Flugbetrieb beteiligten Personen, eingebettet in das Geschehen und die Bedingungen der Umwelt“ machen die Luftsportarten zu einer Herausforderung für die gesamte Persönlichkeit. Segelfliegen ist eine Sportart der Stille, die im Einklang mit der Natur und Umwelt betrieben wird.

Sind Einzelgänger gefragt?

Nein, denn Segelfliegen ist ein Gemeinschaftssport. Segelflugzeuge können nur gemeinschaftlich aus- und eingeräumt, auf- und abgerüstet, gewartet, repariert und transportiert werden. Es sind immer mehrere Personen notwendig, um ein Segelflugzeug in die Luft zu bringen. Segelfliegen erfordert gemeinsame verantwortungsvolle Organisation, verlangt gute Absprachen untereinander, baut auf einer funktionellen Arbeitsteilung auf, verlangt permanente sowie koordinierte Kommunikation und setzt Teamarbeit voraus.

Wo kann man Segelfliegen lernen?

In allen Segelflugvereinen des Deutschen Aero Clubs, zu dem auch unser Verein gehört sowie in gewerblichen Flugschulen. Die fachliche Qualität ist in beiden Fällen auf einem hohen Niveau und unterliegt strengen behördlichen Maßstäben. Die Vorteile einer Ausbildung im Verein sind die niedrigeren Kosten, die Gemeinschaft und der Teamgeist.

Gibt es bestimmte Voraussetzungen, um fliegen zu können?

Für die Ausbildung und den späteren Flugschein benötigt man ein fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis. Die Ausbildung zum Segelflugzeugführer kann man im Alter von 14 Jahren beginnen, der Luftfahrerschein wird jedoch frühestens am 16. Geburtstag ausgehändigt. Ein Höchstalter gibt es nicht.

Kann ich mit Brille fliegen?

Hin und wieder kann die Brille leider zur Fluguntauglichkeit führen, in den meisten Fällen aber nicht. Wenn die Brille nicht allzu stark ist bekommt man im Normalfall lediglich einen Eintrag in den Flugschein, dass die Brille beim Fliegen getragen werden muss. Grundsätzlich stellt der Fliegerarzt die körperliche Tauglichkeit fest.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Dies hängt vom eigenen Engagement, der Auffassungsgabe, dem Gefühl für den Umgang mit der Technik und natürlich auch dem Wetter ab. Durchschnittlich kann man von zwei Jahren ausgehen, wobei es hier natürlich nach oben und unten Spannen gibt. Wer jedes Wochenende auf dem Flugplatz verbringt und auch an Fluglagern in den Ferien teilnimmt kann die Ausbildung schneller beenden.

Was sind Segelflieger für Leute?

Menschen wie du und ich. Einzelgänger sind jedoch nicht gefragt, denn Segelfliegen ist ein Gemeinschaftssport. Wer nur für eine Stunde auf dem Flugplatz erscheint, um „mal schnell eine Runde“ zu fliegen, ist fehl am Platz. Ansonsten sind Segelflieger Menschen verschiedener Persönlichkeiten und Altersgruppen aus unterschiedlichen beruflichen und sozialen Umfeldern, die Spaß an diesem Sport gefunden haben.

Fliegen nur Männer?

Natürlich nicht. Segelfliegen ist ein Sport für jeden, wobei der Anteil der Männer höher ist als der der Frauen. Aber die Frauen, die Spaß daran gefunden haben sind mit Begeisterung bei der Sache und bestätigen immer wieder, das Fliegen kein ausschließlicher Männersport ist.

Ist Fliegen teuer?

Im Gegenteil zur weit verbreiteten Meinung ist das Fliegen im Verein nicht teurer als die meisten Freizeitbeschäftigungen. Die Fluglehrer im Verein arbeiten ehrenamtlich und jedes Mitglied leistet seinen persönlichen Beitrag bei den Vereinsarbeiten, um die Fliegerei möglichst kostengünstig zu halten. Mehr Infos dazu erhältst du in der Rubrik Fliegen lernen.

Brauche ich ein eigenes Segelflugzeug?

Nein! Der Verein stellt Flugzeuge zur Verfügung, auf denen die Schulung stattfindet und welche auch nach Abschluss der Ausbildung genutzt werden können.

Wie kommt ein Segelflugzeug in die Luft?

Beim Start wird das Segelflugzeug durch eine Winde oder den Flugzeugschlepp auf eine bestimmte Höhe gebracht.

Was tut man, wenn kein Flugplatz mehr erreichbar ist?

Erstmal nicht in Panik geraten. Wenn keine Thermik mehr vorhanden ist und die Gleitstrecke nicht mehr ausreicht, um einen Flugplatz zu erreichen, dann landet man auf einer Wiese oder einem Acker. Solch eine Außenlandung gehört zum Segelfliegen dazu. Man sucht sich die Landefläche aus der Luft sorgfältig aus und landet dann wie auf einem Flugplatz. Diese Situation wird in der Ausbildung besonders trainiert und geschult.

Ist Segelfliegen gefährlich?

Die Technik ist ausgereift und Segelflugzeuge werden unter hohen Anforderungen konstruiert, gefertigt und gewartet. Die Flugzeuge werden jährlich von einem Prüfer kontrolliert, täglich durchgesehen und vor jedem Flug gecheckt. Diese Umstände bieten ein hohes Maß an Sicherheit. Zur ersten Pflicht eines jeden Piloten gehört es deshalb, die Gefahren zu erkennen und das Risiko zu minimieren. Die sorgfältige Aus- und Weiterbildung der Piloten führt zu einem sehr guten Sicherheitsstandard. Mit Disziplin und Respekt vor den Anforderungen der Fliegerei sind die Voraussetzungen für unfallfreies Fliegen gegeben.